28.07.2017

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A k t u e l l e M i t t e i l u n g

SCHWER AUF DRAHT
Ausstellung im Schaufenster von Fischers Schauraum
(verlängert bis 31. Mai)



Der Künstler Joachim Fischer hat ein Faible für Objekte, die er auf Wegen und Straßen findet. Daraus gestaltet er sonst Bilder, aber jetzt stellt er im Schaufenster seines Schauraums einige als Plastiken aus. Diese bestehen zumeist aus Drähten, aber auch aus Moniereisen, wie sie beim Bau verwendet werden. "Ich habe sie zum Teil unverändert gelassen und lediglich auf Sockeln befestigt", erklärt der 56-Jährige zu den Kunstwerken, die unter dem Titel "Schwer auf Draht" an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp / Stuhrer Straße zu sehen sind. Manche der Arbeiten erinnern an menschliche Gestalten, andere an Tiere. In der Mitte der gut zwei Dutzend Arbeiten umfassenden Schau steht ein kleines Kreuz, dessen Querbalken aus einem Draht besteht. Daneben befindet sich ein verknotetes Drahtgebilde, das in Fischers Augen den Christopherus darstellt. "Christopherus hat der Legende nach das Jesuskind auf seinen Schultern über einen Fluss getragen", erklärt Fischer. "Heute möchte Jesus uns gerne tragen, wenn wir belastet sind." Ein größeres Kreuz aus Nägeln ergänzt das kleine Kreuz. "Das Kreuz Jesu ist das zentrale Symbol der Christenheit mit großer, vielfältiger Aussagekraft", sagt Fischer. "Die menschlichen Figuren schreiten auf das Kreuz zu. Sie folgen sinnbildlich Jesu Ruf an uns Menschen, zu ihm zu kommen. An den Tod Jesu am Kreuz erinnert die Passionszeit, in der wir uns gerade befinden, Ostern an die Auferstehung unseres Heilands. Deshalb ist es eine besonders passende Zeit, diese Ausstellung zu zeigen."

Fischers Objekte sind bis zum 31. Mai täglich bei Tageslicht im Schaufenster seines Schauraums zu sehen. Der Schauraum ist nur nach Abspreche zu besichtigen.




Joachim "Bommel" Fischer ist Bremer. Sein Leben lang schon wohnt der Künstler und Autor in Woltmershausen, dem Bremer Stadtteil, den die Einheimischen liebevoll "Pusdorf" nennen. Nach "So ist meine Welt" und "So ist meine Tierwelt" hat "Bommel" Fischer nun ein Bremen-Buch im Sujet-Verlag veröffentlicht: "So ist meine Stadt - Bommels Bremen-Buch". Die Zeichnerin Nicole Fabert hat das Buch illustriert, der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, hat das Vorwort geschrieben.
"Bommels Bremen-Buch" ist anders als andere Bremen-Bücher. "Unsere Sehenswürdigkeiten wurden schon lang und breit beschrieben", erklärt "Bommel" Fischer, "mir geht es mehr um die Menschen, die hier leben. Sie machen den Charakter dieser Stadt für mich aus." Die Menschen trifft er in der Nachbarschaft, im Supermarkt und in der Innenstadt. Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend runden dieses unterhaltsame und humorvolle Bremen-Buch, das etwa 90 Kurzgeschichten enthält, ab. Es ist "Bommels" Liebeserklärung an "seine Stadt".


Joachim "Bommel" Fischer:
"So ist meine Stadt - Bommels Bremen-Buch"
Sujet-Verlag, Bremen, 2015
ISBN: 978-3-944201-50-4, 12,80 Euro


PS.: Ein sehr lesenswertes Büchlein (32 Seiten) zur Flüchtlingspolitik hat der Leiter des Innenpolitikressorts der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl geschrieben. Es heißt "Im Namen der Menschlichkeit: Rettet die Flüchtlinge!", ist im Ullstein-Verlag erschienen und kostet 3,99 Euro.


"BOMMEL" FISCHER ALS AUTOR

Leseprobe unter "Sonstiges"



Joachim "Bommel" Fischer: "So ist meine Tierwelt"
Sujet-Verlag, Bremen, 2013
158 Seiten
ISBN 978-3-944201-13-9
Preis: 12,80 Euro



Joachim "Bommel" Fischer: "So ist meine Welt"
Sujet Verlag, Bremen, 2012
149 Seiten
ISBN 978-3-933995-91-9
Preis: 12,80 Euro

Was ist Kunst?

Sein Markenzeichen ist die rote Bommelmütze, der er seinen Spitznamen verdankt: Joachim "Bommel" Fischer.
Seit Ende der 1980er Jahre ist der Bremer künstlerisch aktiv, führt Kunstaktionen durch und macht Ausstellungen.
Fragt man Joachim "Bommel" Fischer danach, was Kunst ist, bekommt man die Antwort: "Kunst ist alles, was einem kreativen Akt entspringt und damit alles, was wir Menschen machen, denn wir sind pausenlos kreativ, ohne uns dessen allerdings immer bewusst zu sein."
Für "Bommel" sind sogar Baustellen Kunst, die der Aktionskünstler in vielen Städten öffentlich zu "Kunst im öffentlichen Raum" erklärt hat.
Durch zahlreiche Bewicklungsaktionen mit rot-weißem Baustellenband macht Joachim "Bommel" Fischer darauf aufmerksam, dass viele Dinge, die wir nicht mehr bewusst wahrnehmen, nicht selbstverständlich sind.
Er verarbeitet Fundstücke, die er auf der Straße entdeckt, zu Bildern und Objekten und sammelt Einkaufszettel, die er als "Literatur des Alltags" ansieht und ausstellt.
"Bommel" ist zudem friedenspolitisc